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Erfolgreicher Pokalfight gegen Mannheim

 

Der SC Freiburg hat das Ticket für die zweite DFB-Pokal-Runde gelöst. Am Ende einer unterhaltsamen Partie setzte sich der Sport-Club am Sonntagabend verdient mit 2:1 (1:0) beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim durch. Das erste SC-Tor der Pflichtspielsaison verzeichnete Changhoon Kwon (19.), das zweite Jonathan Schmid (79.). Dominik Martinovic gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für das Heimteam (57.).

 

Dabei stand das Spiel unter wenig verheißungsvollen Vorzeichen. Zunächst war wegen zweier positiver Corona-Tests in Reihen des Drittligisten Mannheim zwischenzeitlich fraglich gewesen, ob die Partie überhaupt planmäßig stattfinden kann. Am Samstagabend gaben das Gesundheitsamt Mannheim und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) grünes Licht. Die Begründung für die Entscheidung finden Sie hier.

 

SC startet mit Jeong, Keitel, Kwon – und Uphoff

 

Beim Warmmachen tags drauf verletzte sich dann SC-Schlussmann Mark Flekken so unglücklich am Ellenbogen, dass er kurzfristig passen musste. Ihn vertrat Benjamin Uphoff, der damit sein Pflichtspiel-Debüt im SC-Dress gab. Er machte seine Sache gut. Es war der erste von mehreren Lichtblicken, die folgen sollten, und die dem Spiel doch noch einen positiven Stempel aufdrückten.

 

Gleich zu Beginn seines Startelf-Debüts für den Sport-Club setzte sich etwa Wooyeong Jeong, der in der 4-4-2-Formation mit Nils Petersen das Sturm-Duo bildete, sehenswert in Szene. Keine drei Minuten waren gespielt, als der wendige Offensivmann im Sechzehner hartnäckig blieb und knapp an Waldhof-Keeper Jan-Christoph Bartels scheiterte (3.).

 

Einen Schritt näher ans Ziel pirschte sich Vincenzo Grifo heran. Der gebürtige Pforzheimer verschaffte sich kurz vor dem gegnerischen Strafraum Platz, nahm Maß und setzte den Ball mit ordentlich Wucht an den Querbalken (12.).

 

Kwon trifft zur Freiburger Führung

 

Noch mehr Erfolg hatten schließlich zwei andere Freiburger Akteure: Petersen und Changhoon Kwon. Petersen suchte einen Abnehmer und fand mit einem präzisen Kopfball Kollege Kwon. Der überlegte nicht lange, nahm den Ball noch in der Luft an und setzte ihn passgenau ins linke Eck (19.) – das rot-weiße 1:0.

 

Ein Zwischenstand, den die Gäste nur bald darauf beinahe erhöhten. In den Hauptrollen einmal mehr ein mannschaftsdienlicher Petersen, ein hellwacher Kwon und ein einschussbereiter Jeong. Aber eben (aus Freiburger Sicht leider) auch ein erbarmungsloser Gegner namens Aluminium: Jeongs Schuss wurde ebenso von der Unterkante der Latte ausgebremst (23.) wie der von Petersen (31.).

 

Trotz weiterer guter Möglichkeiten unter Beteiligung von Grifo (40.), Jeong (40.), Kwon (40.) und Jung-Profi Yannik Keitel (40.) blieb es vorerst bei dem knappen Vorsprung für den Bundesligisten.

 

Boukhalfa gibt sein Profi-Debüt, SVW gleicht aus

 

Mit einem Wechsel auf der Doppel-Sechs begann der Sport-Club mit der zweiten Hälfte des Arbeitstages: Für Keitel, der mit muskulären Problemen in der Kabine bleiben musste, rückte U23-Mittelfeldmann Carlo Boukhalfa an die Seite von Routinier Nicolas Höfler – und kam ebenfalls zu seinem Premieren-Einsatz für die SC-Profis.

 

Das Spiel war kaum wieder angepfiffen, als die Freiburger durch Grifo (47., 49.) und Jeong (48.) auf 2:0 hätten stellen können. Hätten. Stattdessen nutzten die Hausherren unter lautstarker Begleitung der knapp 500 Waldhof-Fans im Carl-Benz-Stadion eine Lücke im Freiburger Defensivverbund – und glichen aus. Der Torschütze: Dominik Martinovic (57.). Damit hieß es für den Sport-Club gemäß der DFB-Pokal-Statuten: Nachlegen.

 

Schmid markiert Endstand

 

Und Jonathan Schmid legte nach. Etwas aus dem Nichts sicherte sich der Freiburger Defensivmann in der Schlussphase im Strafraum-Gewusel den Ball – und schob ihn zum 2:1 am Mannheimer Keeper vorbei (79.). Es sollte der letzte Treffer des Abends sein und damit der entscheidende.

 

"Es ist ein verdienter Sieg für uns, der aber aufgrund der zweiten Halbzeit noch einmal eng wurde. Waldhof hat ein gutes Spiel gemacht. Es war schwierig gegen einen so spielerisch starken Gegner", resümierte SC-Trainer Christian Streich nach Abpfiff. Damit steht der SC Freiburg in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Das Sechzehntelfinale wird am Sonntag, den 18. Oktober (18 Uhr) ausgelost, angesetzt sind die Duelle auf den 22./23. Dezember. Die genaue Terminierung folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Jetzt geht es erstmal um wertvolle Bundesliga-Punkte: Direkt zum Auftakt erwartet den Sport-Club ein Derby bei Aufsteiger VfB Stuttgart. Anpfiff der Partie ist am kommenden Samstag um 15.30 Uhr.

 

Sina Ojo

 

 

Stenogramm:

 

Aufstellung: 

SC Freiburg: Uphoff - Schmid (88., Kübler), Lienhart, Heintz, Günter - Kwon (60., Höler), Keitel (45., Boukhalfa), Höfler, Grifo (88., Demirovic) - Jeong, Petersen (68., Sallai)

Trainer: Christian Streich

 

SV Waldhof Mannheim: Bartels - Marx (63., Boyamba), Just, Hofrath, Donkor (87., Gouaida) - Costly, Ünlücifci, Ferati, Saghiri, Garcia (80., Dos Santos)- Martinovic

Trainer: Patrick Glöckner

 

Tore: 0:1 Kwon (19.), 1:1 Martinovic (57.), 1:2 Schmid (79.)

 

Gelbe Karten: Ferati - Günter

Gelb-Rote Karten: - 

Rote Karten: -

Schiedsrichter: Markus Schmidt