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Heimniederlage gegen Düsseldorf

Der SC Freiburg hat am 23. Bundesliga-Spieltag sein Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:2 (0:1) verloren. Beim insgesamt enttäuschenden Auftritt des Sport-Club brachte Andre Hoffmann (37.) die Gäste vor der Pause in Führung. Zum Endstand und verdienten Sieg für die Rheinländer traf in der zweiten Halbzeit Erik Thommy (61.).

 

Entsprechend war die Laune auf Freiburger Seite nach dem 0:2 nicht die Beste: „In der ersten Halbzeit hatten wir zu wenig Körperlichkeit. In der zweiten Halbzeit war es etwas besser, aber am Ende sind wir der verdiente Verlierer“, fasste SC-Trainer Christian Streich die Niederlage zusammen. „Wir sind sehr glücklich uns endlich belohnt zu haben. Es war vielleicht nicht attraktiv, aber erfolgreich“, freute sich Uwe Rösler auf Düsseldorfer Seite.

 

Das Freiburger Trainerteam sah sich aufgrund der guten Auswärtsleistung in der Vorwoche gegen Augsburg nur zu einem Wechsel in der Startelf gezwungen: Amir Abrashi musste kurzfristig mit einem Muskelfaserriss passen. Seine Position im zentralen Mittelfeld übernahm Janik Haberer; neu ins Team kam Chanhoon Kwon. Robin Koch, dessen Einsatz unter der Woche noch fraglich gewesen war, meldete sich rechtzeitig fit.

 

Vier Wechsel hingegen bei der Fortuna im Vergleich zur Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach (1:4): Trainer Uwe Rösler beorderte Andre Hoffmann, Kenan Karaman, Adam Bodzek und Markus Suttner in die Startelf.

 

Frühes Abseitstor für den Gast

 

Die Rheinländer kamen besser in die Partie. Keine fünf Minuten waren gespielt, da musste der Sport-Club die erste Schrecksekunde überstehen: Nach einen scharfen Ball von Erik Thommy fälschte Christian Günter den Ball unglücklich ins eigene Tor ab. Da Günter aber vom im Abseits stehenden Zimmermann behindert worden war, entschied das Schiedsrichtergespann nach kurzer Konsultation mit dem VAR auf abseits.

 

Glück für den Sport-Club, der sich gegen agile Düsseldorfer schwertat und ungewohnte Abstimmungsfehler in der Defensive und dem Spielaufbau offenbarte.

 

Die erste Freiburger Chance resultierte dementsprechend auch nicht aus einer Kombination, sondern einem direkten Freistoß von Jonathan Schmid, dessen Abpraller von der Mauer Lucas Höler nicht mehr aufs Tor bekam (13.). Kurz darauf wurde Lucas Höler nach schönem Zuspiel von Changhoon Kwon freistehend vor dem Tor wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (19.).

 

Trotz zaghafter Offensivbemühungen des Sport-Club blieb über weite Strecken der ersten Halbzeit vieles Stückwerk. Die Fortuna verdichtete das Mittelfeld, attackierte den ballführenden Freiburger früh und erstickte so das Freiburger Offensivspiel vor dem letzten Angriffsdrittel.

 

Der Düsseldorfer Führungstreffer (37.) hatte sich entsprechend zwar nicht wirklich angedeutet, war aber auch nicht unverdient. Nach einer Ecke stieg Andre Hoffmann am höchsten und nickte den Ball ein. Kurz zuvor hatte Alexander Schwolow den Rückstand mit einer starken Parade noch verhindern können. 

 

Am Geschehen auf dem Platz änderte sich durch den Treffer zunächst wenig. Dennoch hätte der Sport-Club beinahe mit dem Pausenpfiff den Ausgleich erzielt. Vincenzo Grifo setzte sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und flankte den Ball in Richtung Changhoon Kwon. Der sprungstarke Südkoreaner verpasste die Kugel am langen Pfosten allerdings um weniger Zentimeter.   

 

Verbessert aus der Pause

 

Das Freiburger Trainerteam reagierte zur Pause. Torjäger Nils Petersen kam für Changhoon Kwon in die Partie. An der 4-4-2-Ausrichtung des Sport-Club änderte sich dadurch nichts.

 

Und der SC kam besser aus der Kabine, zeigte sich aggressiver in den Zweikämpfen und erspielte sich die erste Chance des zweiten Durchgangs. Nach einer schönen Kombination über Grifo, Waldschmidt und Günter konnte Gießelmann in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Nils Petersen klären (50.). Die nächste Freiburger Chance – einen Weitschuss von Janik Haberer – musste Florian Kastenmeier im Düsseldorfer Tor entschärfen (60.).

 

Dass es keine Minute später 0:2 für die Gäste stand, lag daran dass der Sport-Club einen eigenen Eckball schlecht verteidigte, die Fortuna blitzschnell konterte und der davongeilte Erik Thommy im Duell mit Alexander Schwolow cool blieb (61.).

 

Schlussoffensive trägt keine Früchte

 

Wieder reagierte der Sport-Club mit einem Wechsel. Roland Sallai kam für Vincenzo Grifo in die Partie (67.). Die Fortuna wiederum, zufrieden mit der Führung, igelte sich ein, spielte auf Zeit und nahm jegliches Tempo aus dem Spiel. Die Folge: Viel Leerlauf und keine nennenswerten Chancen auf beiden Seiten.

 

Erst ein zur Ecke abgewehrter Kopfball von Nils Petersen (80.) läutete die Schlussoffensive des Sport-Club ein. Es sollten zwar noch Chancen durch Luca Waldschmidt (81., 85., 90.+4) und Nicolas Höfler (86.) folgen, ein Treffer gelang dem Sport-Club aber nicht mehr.

 

 

David Hildebrandt

 

 

Interviews nach dem 23. Spieltag 2019/20

Christian Streich

SC Freiburg

„Wir hatten in der ersten Halbzeit nicht genug Körperlichkeit und Zweikampfpräsenz. In der zweiten Halbzeit wurde es wesentlich besser. Später hatten wir auch gute Aktionen, als das Spiel schon fast verloren war. Da waren wir präsent, aber davor nicht und das geht nicht, denn dann verlierst du so ein Spiel", sagte Trainer Christian Streich nach der 0:2-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf am Fasnachtssamstag im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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Uwe Rösler

Trainer Fortuna Düsseldorf

"Natürlich sind wir sehr glücklich darüber, dass wir uns endlich mal belohnt haben. Es ist unheimlich schwer, hier in Freiburg gegen diese starke Mannschaft und in diesem engen Stadion zu spielen. Wir haben es von Anfang an relativ gut gemacht und waren bestimmend am Ball. Das zweite Tor hat natürlich geholfen und dann haben wir gemacht, was wir machen mussten: das 2:0 über die Bühne bringen. Das war vielleicht nicht immer attraktiv, aber es ist nicht leicht, hier zu gewinnen. Deshalb Gratulation an meine Spieler."

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Alexander Schwolow

SC Freiburg

„Wir waren eigentlich gut vorbereitet und wussten, dass Düsseldorf extrem aggressiv sein und nichts unversucht lassen wird. Trotzdem war es von uns heute viel zu wenig, in den Zweikämpfen, aber auch vorne haben die Abläufe nicht gepasst. Und dass wir beide Gegentore nach Standards bekommen, darf auch nicht passieren", sagte Torwart Alexander Schwolow nach der 0:2-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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Christian Günter

SC Freiburg

„In der ersten Halbzeit waren wir nicht zwingend genug. Wir hatten viel Ballbesitz, aber wir haben nicht die richtigen Lösungen gefunden. In der zweiten Halbzeit hatten wir einige Torchancen, die wir leider nicht machen. So werden wir am Ende bitter bestraft und verlieren so ein Spiel, wo du hinterher sagst: Das darfst du auf keinen Fall verlieren", sagte Christian Günter nach dem 0:2 gegen Fortuna Düsseldorf im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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21.02.-24.02.2020

23. Spieltag

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BegegnungTagZeitErgebnis
FC Bayern – SC Paderborn 07Fr, 21.02.2020:3020:303:2 (1:1)
Borussia Mönchengladbach – TSG HoffenheimSa, 22.02.2015:3015:301:1 (1:0)
SV Werder – Borussia DortmundSa, 22.02.2015:3015:300:2 (0:0)
Hertha BSC – 1. FC KölnSa, 22.02.2015:3015:300:5 (0:3)
SC Freiburg – Fortuna DüsseldorfSa, 22.02.2015:3015:300:2 (0:1)
FC Schalke 04 – RB LeipzigSa, 22.02.2018:3018:300:5 (0:1)
Bayer Leverkusen – FC AugsburgSo, 23.02.2015:3015:302:0 (1:0)
VfL Wolfsburg – Mainz 05So, 23.02.2018:0018:004:0 (2:0)
Eintracht Frankfurt – Union BerlinMo, 24.02.2020:3020:301:2 (0:0)
Position Pl. Team Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. FC Bayern 23 39 15 4 4 65:26 49
2. RB Leipzig 23 36 14 6 3 61:25 48
3. Borussia Dortmund 23 33 13 6 4 65:32 45
4. Borussia Mönchengladbach 22 18 13 4 5 43:25 43
5. Bayer Leverkusen 23 11 13 4 6 40:29 43
6. FC Schalke 04 23 0 9 9 5 32:32 36
7. VfL Wolfsburg 23 4 9 7 7 32:28 34
8. TSG Hoffenheim 23 -2 10 4 9 34:36 34
9. SC Freiburg 23 -2 9 6 8 31:33 33
10. Union Berlin 23 -7 9 2 12 29:36 29
11. Eintracht Frankfurt 23 1 8 4 11 38:37 28
12. FC Augsburg 23 -13 7 6 10 34:47 27
13. 1. FC Köln 22 -9 8 2 12 33:42 26
14. Hertha BSC 23 -16 7 5 11 27:43 26
15. Mainz 05 23 -21 7 1 15 31:52 22
16. Fortuna Düsseldorf 23 -23 5 5 13 23:46 20
17. SV Werder 23 -28 4 5 14 25:53 17
18. SC Paderborn 07 23 -21 4 4 15 29:50 16