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Sport-Club besiegt Frankfurt mit 1:0

Der Sport-Club hat sein Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am elften Spieltag der Bundesliga-Saison 2019/20 mit 1:0 (0:0) gewonnen. Das Tor des Tages schoss Nils Petersen (77.), der sein 50. Bundesligator für den Sport-Club erzielte. In der hektischen Schlussphase sahen David Abraham (90.+6) nach einer Tätlichkeit an Christian Streich und Vincenzo Grifo (90.+10) die Rote Karte. Bereits in Halbzeit eins war Gelson Fernandes (45.+1) auf Frankfurter Seite mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden.

 

Im Nachhinein ging durch die tumultartigen Szenen kurz vor Schluss fast ein wenig unter, dass der Sport-Club durch seinen sechsten Saisonsieg nach elf Spieltagen auf Tabellenplatz vier vorgerückt ist und bereits 21 Punkte auf der Habenseite hat. Für die beiden Trainer stand auf der Pressekonferenz allerdings bereits wieder das Sportliche im Fokus. „Am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft. Wenn es Unentschieden ausgegangen wäre, hätte ich gesagt, dass es gerecht ist“, fasste Christian Streich das Spiel zusammen. Grade mit den ersten 45 Minuten war der Freiburger Coach nicht ganz einverstanden und bemängelte die fehlende Ballsicherheit seiner Mannschaft in dieser Phase der Partie.

 

Frankfurts Trainer Adi Hütter war insbesondere mit dem Ergebnis unzufrieden: „Wir haben auch in Unterzahl alles in die Waagschale geworfen und hätten hier einen Punkt verdient gehabt. Es ist schade, dass wir die Heimreise ohne Punkte antreten“

 

Das Freiburger Trainerteam nahm im Vergleich zum 2:2 in Bremen nur einen Wechsel in der Startelf vor. Für Janik Haberer, der an der Weser Gelb-Rot gesehen hatte, rückte Nicolas Höfler nach überstandener Gehirnerschütterung in die erste Elf.

 

Die Eintracht wiederum rotierte aufgrund der Englischen Woche – erst am Donnerstagabend hatten die Hessen in der Europa League gegen Standard Lüttich gespielt (1:2) – auf vier Positionen. Evan Obite Ndicka, Bas Dost, Daichi Kamada und Erik Durm ersetzten André Silva, Danny Da Costa, Makoto Hasebe und Sebastian Rode.

 

Bevor Schiedsrichter Dr. Felix Brych die Partie anpfiff, wurde anlässlich den zehnten Todestages von Nationaltorhüter Robert Enke, im Rahmen einer „Gedenkeminute“ auf das Thema Depression aufmerksam gemacht.

 

Kampfbetontes Spiel

 

Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine lebendige Partie mit intensiv geführten Zweikämpfen. Die Eintracht agierte wie zuletzt häufig gesehen im 3-5-2, der Sport-Club orientierte sich zunächst wie schon gegen Bremen im 4-4-2. Auf den Flügeln wechselten Vinzenco Grifo und Roland Sallai immer wieder die Positionen um für Unruhe zu sorgen.

 

Der Sport-Club kam gut in die Partie. Lohn waren zwei frühe Torabschlüsse durch Vincenzo Grifo (5.), und Lucas Höler (8.), deren Schüsse aber zu zentral auf den Kasten von Frederik Rönnow kamen. Den ersten Hochkaräter sahen die Fans aber auf der Gegenseite. Mark Flekken konnte einen Flachschuss von Martin Hinteregger nur unkonventionell in Richtung Strafraumkante entschärfen, wo Erik Durm freistehend Maß nahm, das Spielgerät aber lediglich an die Oberkante der Latte setzte (12.).

 

In der 30. Minute wurde das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen. Der Grund dafür war aber keine Verletzung, sondern der Einsatz des Videoassistenten nach einem vermeintlichen Foul von Jonathan Schmid an Goncalo Paciencia im Freiburger Strafraum. Felix Brych, der zunächst auf Elfmeter entschieden hatte, schaute sich die Szene mehrfach an und entschied dann: Kein Strafstoß.

 

Lattentreffer und Fast-Elfmeter stellten zugleich auch die Initialzündung für die Hessen dar. Das Team von Adi Hütter, dem man die Englische Woche nicht anmerkte, übernahm, je länger die erste Halbzeit andauerte, mehr Kontrolle über das Spiel. Der Sport-Club musste vor der Pause noch Chancen von Hinteregger (35.) und Paciencia (38.) überstehen, hielt aber das 0:0.

 

Für einen ehemaligen Freiburger war die Partie schon nach 45 Minuten beendet. Der bereits gelbverwarnte Gelson Fernandes, in der Saison 2014/15 Teil des Sport-Club-Kaders, senste Jonathan Schmid kurz vor der Pause an der Seitenlinie um und wurde folgerichtig mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

 

Sport-Club in Überzahl dominant

 

Die Hessen standen in der zweiten Halbzeit tiefer, ersetzten zur Pause Goncalo Paciencia durch den defensiver ausgerichteten Dominik Kohr und lauerten auf Konter. Auch Christian Streich reagierte relativ früh in der zweiten Halbzeit. Der zuletzt angeschlagene Luca Waldschmidt kam für Vincenzo Grifo in die Partie (57.).

 

Mit einem Mann mehr bestimmten die in Rot-Schwarz gekleideten Freiburger das Spiel, erstickten die meisten Frankfurter Gegenangriffe im Keim, kamen aber ihrerseits bis auf einen Kopfball von Roland Sallai (50.) kaum gefährlich vor den Kasten der Adler. Bei ungemütlichen zwei Grad im Schwarzwald-Stadion zeichnete sich lange ein torloses Remis ab.

 

In der 76. Spielminute nutzte der Sport-Club seine zweite Wechseloption. Roland Sallai machte Platz für Changhoon Kwon. Keine Minute später ging der Sport-Club in Führung: Luca Waldschmidt verpasste zunächst die flache Hereingabe von Christian Günter. Nils Petersen nahm sich des herrenlosen Balles an und versenkte die Kugel aus zehn Metern gefühlvoll im langen Eck (77.).

 

Hätte Mark Flekken kurz darauf nach einer Direktabnahme von Martin Hinteregger nicht glänzend pariert, wäre die Freiburger Führung von kurzer Dauer gewesen (80.). Auch bei Bas Dosts Kopfball in der 84. Minute war der Freiburger Schlussmann auf dem Posten und hielt den Sieg fest.

 

Dass es kurz vor Schluss zu unschönen Szenen auf dem Platz kam, lag hauptsächlich an David Abraham, der sich schon zuvor mehrfach um eine Gelbe Karte beworben hatte. Vor einem Frankfurter Einwurf checkte der Frankfurter Innenverteidiger SC-Trainer Christian Streich aus vollem Lauf um. Da im anschließenden Tumult, der sich vor der Freiburger Bank bildete, außerdem Vinzenco Grifo seine Hand im Gesicht des Argentiniers hatte, stellte Brych sowohl Abraham als auch den bereits ausgewechselten Deutsch-Italiener vom Platz.

 

Auf Seiten des Sport-Clubs überwog nach Spielende trotz der hektischen Schlussphase natürlich die Freude über das bisher Erreichte. "Wir sind wahsinnig glücklich, dass wir jetzt 21 Punkte und einigen Abstand nach hinten haben", stellte dementsprechend auch Christian Streich im Anschluss an das Spiel mit einem Lächeln fest. Aufgrund der anstehenden Länderspielpause geht es für den Sport-Club in der Bundesliga erst am Samstag, den 23.11.2019 (15.30 Uhr), mit einem Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen weiter.

 

David Hildebrandt

 

Interviews nach dem 11. Spieltag 2019/20

Christian Streich

SC Freiburg

„Es war ein schwieriges Spiel, wir haben gewusst, dass Frankfurt alles in die Waagschale werfen wird, um weiter oben dran zu bleiben. Mit elf gegen zehn war es ein anderes Spiel und dann haben wir das Momentum, wie Christian Günter sich durchsetzen will und Nils Petersen das Tor macht. Ich bin natürlich glücklich und extrem zufrieden. Jetzt muss die Mannschaft ein bisschen durchatmen, damit sie dann gestärkt nach Leverkusen fahren kann", sagte Trainer Christian Streich nach dem 1:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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Adi Hütter

Trainer Eintracht Frankfurt

„Zum Schluss ist es ein bisschen hektisch geworden, aber Fußball lebt auch von Emotionen, das gehört dazu. Wir haben im sechsten Spiel nach 18 Tagen eine sehr gute Leistung gebracht und auch in Unterzahl alles in die Waagschale geworfen. Hinten raus hatten wir fast die besseren Chancen und hätten einen Punkt verdient. Deshalb ist es schade, dass wir die Heimreise ohne Punkt antreten, aber wir hatten auch selbst Schuld, mit der Gelb-Roten Karte. Das kann man besser machen. Deshalb bin ich auch etwas verärgert, obwohl die Mannschaft gelaufen ist und wieder gut gespielt hat."

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Nils Petersen

SC Freiburg

„Das Spiel war sehr emotional. Heute hat man, glaube ich, Eintritt gezahlt für fast 100 Minuten. Am Schluss war es sicher zu hitzig und wir haben uns auch etwas anstecken lassen und noch eine Rote Karte eingefangen. Aber am Ende gehst du als Sieger vom Platz, und das zählt ja", sagte Nils Petersen, der beim 1:0 gegen Eintracht Frankfurt das Siegtor erzielte, im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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Mark Flekken

SC Freiburg

„Ich denke, der Sieg war verdient. Der Platzverweis für Frankfurt kurz vor der Pause hat uns in die Karten gespielt. Wir sind in der zweiten Halbzeit geduldig geblieben, waren ab und zu nicht präzise genug, haben uns dann aber mit dem 1:0 belohnt. Am ende haben wir es sauber und souverän heruntergespielt", sagte Mark Flekken, der erneut den verletzten Alexander Schwolow im Tor vertrat, nach dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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Dominique Heintz

SC Freiburg

„Es war viel Kampf, viel Wille und viel Leidenschaft auf beiden Seiten im Spiel. Wir haben das gut angenommen und hatten auch in der ersten Halbzeit Chancen. Frankfurt ist nach der Pause auch in Unterzahl gefährlich geblieben. Nils macht das Tor dann überragend, aber auch wenn es am Ende knapp war, musst du solche Spiele erst mal gewinnen", sagte Verteidiger Dominique Heintz zum 1:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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08.11.-10.11.2019

11. Spieltag

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BegegnungTagZeitErgebnis
1. FC Köln – TSG HoffenheimFr, 8.11.1920:3020:301:2 (1:0)
Hertha BSC – RB LeipzigSa, 9.11.1915:3015:302:4 (1:2)
Mainz 05 – Union BerlinSa, 9.11.1915:3015:302:3 (0:2)
SC Paderborn 07 – FC AugsburgSa, 9.11.1915:3015:300:1 (0:1)
FC Schalke 04 – Fortuna DüsseldorfSa, 9.11.1915:3015:303:3 (1:0)
FC Bayern – Borussia DortmundSa, 9.11.1918:3018:304:0 (1:0)
Borussia Mönchengladbach – SV WerderSo, 10.11.1913:3013:303:1 (2:0)
VfL Wolfsburg – Bayer LeverkusenSo, 10.11.1915:3015:300:2 (0:1)
SC Freiburg – Eintracht FrankfurtSo, 10.11.1918:0018:001:0 (0:0)
Position Pl. Team Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. Borussia Mönchengladbach 11 13 8 1 2 24:11 25
2. RB Leipzig 11 17 6 3 2 29:12 21
3. FC Bayern 11 13 6 3 2 29:16 21
4. SC Freiburg 11 8 6 3 2 20:12 21
5. TSG Hoffenheim 11 2 6 2 3 16:14 20
6. Borussia Dortmund 11 8 5 4 2 23:15 19
7. FC Schalke 04 11 6 5 4 2 20:14 19
8. Bayer Leverkusen 11 2 5 3 3 17:15 18
9. Eintracht Frankfurt 11 5 5 2 4 21:16 17
10. VfL Wolfsburg 11 1 4 5 2 11:10 17
11. Union Berlin 11 -4 4 1 6 13:17 13
12. Hertha BSC 11 -4 3 2 6 17:21 11
13. Fortuna Düsseldorf 11 -4 3 2 6 15:19 11
14. SV Werder 11 -6 2 5 4 18:24 11
15. FC Augsburg 11 -11 2 4 5 13:24 10
16. Mainz 05 11 -18 3 0 8 12:30 9
17. 1. FC Köln 11 -13 2 1 8 10:23 7
18. SC Paderborn 07 11 -15 1 1 9 11:26 4