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SC spielt 1:1 gegen den FC Augsburg

Der SC Freiburg hat sich am fünften Bundesliga-Spieltag 1:1 (1:1) vom FC Augsburg getrennt. Lucas Höler (23.) brachte den Sport-Club in Führung, zum Ausgleich traf ebenfalls noch in der ersten Halbzeit der frühere Freiburger Florian Niederlechner (39.). Pech hatte der SC beim ersten Remis der Saison in der druckvollen Schlussphase, als erst Nicolas Höfler und danach Nils Petersen nur den Pfosten trafen.

 

Kaiserwetter, ein ausverkaufter Heimbereich im Schwarzwald-Stadion und der historisch beste Saisonstart des Sport-Club – alles war angerichtet für die dritte Heimpartie der Bundesliga-Saison 2019/20. Dass es für den Sport-Club letztlich nur zu einem 1:1 gegen den FC Augsburg reichte, lag an einer über weite Phasen schwachen zweiten Halbzeit, dem Pfosten und Ex-Freiburger Florian Niederlechner.

 

„Wir haben jetzt heute mal ein Spiel, in dem wir besser waren, nicht gewonnen. Es war auch schon andersrum“, relativierte Christian Streich das Unentschieden im Hinblick auf die bisherigen Spiele des Sport-Club in dieser Spielzeit. „Die erste Halbzeit gehörte Freiburg, in der zweiten haben wir uns den Punkt verdient. Dementsprechend bin ich zufrieden mit der Leistung“, fasste der Trainer der Fuggerstädter, Martin Schmidt, die Partie zusammen.

 

Keine Änderungen in der Startelf

 

Christian Streich vertraute derselben Elf, die auch gegen die TSG Hoffenheim von Beginn an zu überzeugen wusste. Den Kasten hütete wie gewohnt Alexander Schwolow, davor spielten Jonathan Schmid, Philipp Lienhart, Robin Koch, Dominique Heintz und Christian Günter. Auf der Doppelsechs agierten Nicolas Höfler und Mike Frantz, auf den Außenbahnen Janik Haberer und Lucas Höler. Im Sturm setzte Streich auf Torjäger Nils Petersen. Wie in den Vorwochen ging der Sport-Club die Partie im 3-5-1 an, wechselte aber im Lauf der zweiten Halbzeit ins 4-4-2.

 

Martin Schmidt auf Augsburger Seite nahm im Vergleich zum Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt zwei Änderungen in der Startformation vor. Für Marco Richter rückte André Hahn auf den rechten Flügel und der zuletzt gelbgesperrte Stephan Lichtsteiner ersetzte Raphael Framberger hinten rechts. Ex-Freiburger Florian Niederlechner – der in allen vier vorherigen Saisonspielen einen Scorerpunkt für sein Team beigesteuert hatte – durfte ebenfalls wieder von Beginn an ran. Das Freiburger Publikum begrüßte Niederlechner, der dreieinhalb Jahre für den Sport-Club auf Torejagd gegangen ist, mit einem warmen Applaus.

 

„Spitzenreiter, Spitzenreiter“

 

Die Mannen von Christian Streich hatten sich die mahnenden Worte ihres Trainers im Vorfeld des Spiels offenbar zu Herzen genommen und kamen extrem wach aus der Kabine. Grade einmal drei Minuten waren gespielt, als der Sport-Club den ersten Schuss aufs Tor verzeichnen konnte. Nils Petersens Versuch aus zwölf Metern geriet aber zu zentral. Auf der Gegenseite vertändelte Dominique Heintz im eigenen Strafraum den Ball und ermöglichte so Florian Niederlechner den ersten Abschluss gegen seinen Ex-Verein (8.).

 

Die erste Großchance der Partie konnte der Sport-Club für sich verbuchen. Nach einer Ecke von Christian Günter bekam Nils Petersen den Kopf an den Ball. Tomàs Koubek im Augsburger Tor konnte den Kopfball aber ebenso parieren wie den Nachschuss von Mike Frantz (15.). Besser machte es in der 24. Minute Lucas Höler. Nachdem sich Höler und Christian Günter auf der linken Seite schön in den Strafraum kombiniert hatten, nutzte der Linksaußen einen Abpraller zur Freiburger Führung.

 

Ein Treffer, der bezeichnend für das Spiel des Sport-Club in Halbzeit eins war: Das Freiburger Trainerteam hatte augenscheinlich die rechte Augsburger Seite als Schwachstelle ausgemacht. Immer wieder sorgte der Sport-Club in Person von Christian Günter, Lucas Höler und Dominique Heintz für ordentlich Betrieb in der gegnerischen Hälfte.

 

Auf der Tribüne machte sich indes Euphorie breit: „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, skandierte das Publikum. Und tatsächlich: Der Blick auf die Blitztabelle verriet, dass der Sport-Club für den Moment von der Tabellenspitze grüßte.

 

Zwei Gründe sorgten jedoch dafür, dass die hervorragende Stimmung schnell etwas getrübt wurde. Zum einen die verletzungsbedingte Auswechslung von Kapitän Mike Frantz, der unter den Sprechchören der Fans in der 34. Minute das Spielfeld verlassen musste. Und zum anderen der Ausgleichstreffer der Augsburger wenige Minuten später. Im Strafraum völlig alleingelassen, war es Rückkehrer Florian Niederlechner, der sich im Duell mit Alexander Schwolow die Ecke aussuchen dürfte (38.).

 

Ähnlich laut wie beim Führungstreffer wurde es im Stadion übrigens bei der Einwechslung des „verlorenen Sohnes“ Vincenzo Grifo, der für den verletzten Mike Frantz eingewechselt wurde.

 

Nervenkitzel in den letzten fünf Minuten

 

Die zweite Halbzeit brauchte deutlich länger als der erste Durchgang um in Fahrt zu kommen. Ganze 18 Minuten mussten sich die Zuschauer bis zum ersten Torabschluss des Sport-Club gedulden. Lucas Hölers Kopfball nach einer Ecke von Vincenzo Grifo landete aber deutlich neben dem Tor (63.). Ebenfalls neben dem Augsburger Kasten landete ein Versuch von Christian Günter aus der Distanz (70.).

 

Der FCA presste weiter hoch, stand nun aber deutlich kompakter und erstickte das Freiburger Kombinationsspiel häufig im Keim. Erst in den letzten zwanzig Minuten gelang es dem Sport-Club wieder dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken – lange Zeit aber ohne wirklich gefährlich zu werden.

 

Das änderte sich in den letzten fünf Minuten der Partie. Plötzlich war der Sport-Club wieder voll da und kam gleich mehrfach zu Großchancen. In der 86. Minute hatte Nicolas Höfler als Erster die erneute Führung auf dem Fuß. Mit dem schwächeren Linken setzte der im Strafraum freigespielte Sechser den Ball lediglich an den Außenpfosten. Der Pfosten verhinderte auch kurz darauf den zweiten Freiburger Treffer: Nils Petersens Kopfball nach einer schönen Hereingabe von Jonathan Schmid küsste das Aluminium und sprang von dort in die Arme von Tomàs Koubek.

 

Doch der Großchancen nicht genug: Eine verpatzte Rückgabe der Augsburger musste Koubek in höchster Not aus dem Winkel kratzen (89.) und auch Neuzugang Vincenzo Grifo durfte in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch einmal sein Glück versuchen, scheiterte aber mit seinem Freistoß ebenfalls am Augsburger Schlussmann. Der Schlusspunkt einer intensiven Schlussphase.

 

Gut im Umschaltspiel, schwach in der Chancenverwertung

 

Der schöne Traum von der zwischenzeitlichen Tabellenführung ist durch das Remis gegen den FCA zwar geplatzt, dennoch hat der Sport-Club durch das Unentschieden den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Auch Christian Streich wollte mit seinen Mannen im Anschluss an die Partie nicht zu hart ins Gericht gehen: „Wir haben es im Umschaltspiel gut gemacht und ganz viele Konter unterbunden. Augsburg war da extrem gefährlich.“ Gleichzeitig, führte Streich aus, habe man zwar einige gute Torchancen gehabt, letztlich aber die Effizienz der vergangenen Wochen vermissen lassen.

 

Am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) geht es für den Sport-Club mit der Auswärtspartie gegen Fortuna Düsseldorf weiter. Anschließend gastiert Borussia Dortmund (5.10.2019, 15.30 Uhr) im Schwarzwald-Stadion.

 

David Hildebrandt

Interviews nach dem 5. Spieltag 2019/20

Christian Streich

SC Freiburg

„Wir sind super reingekommen ins Spiel, in der zweiten Halbzeit hatten wir nicht mehr ganz so Druck auf dem Schläger, aber es war auch immer gefährlich, weil Augsburg auf Konter gespielt hat. Am Ende haben wir noch mal alles reingeworfen, hatten auch genug Torchancen um zu gewinnen. Aber diesmal hatten wir nicht die Effizienz wie in anderen Spielen", sagte Trainer Christian Streich nach dem 1:1 gegen den FC Augsburg im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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Martin Schmidt

Trainer FC Augsburg

„Das Spiel hatte ein bisschen zwei Gesichter. Hinten raus war es sicher ein glückliches Unentschieden für uns. Bis zur 85. Minute war es völlig gerecht, dann waren die Siegchancen noch einmal auf Freiburger Seite. Wir sind zufrieden mit dem Punkt, nach dem letzten Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt. Wir sind anfangs nicht so in die Räume gekommen, das haben wir angepasst, sind höher angelaufen und so auch zum Ausgleich gekommen. Es war wichtig, wieder zu punkten, denn vor uns liegen jetzt einige weitere schwere Aufgaben, aber ich denke, wir entwickeln uns in die richtige Richtung."

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Lucas Höler

SC Freiburg

„Wenn man die gesamten 90 Minuten betrachtet, wäre es eher verdient gewesen, wenn wir gewonnen hätten. Wir hatten das Spiel am Anfang im Griff, haben verdient das 1:0 gemacht. Dann haben wir es ein bisschen hergegeben und auch verdient den Ausgleich bekommen. Aber nach dem Endspurt, den wir hingelegt haben, kann Augsburg froh sein, dass nicht noch einer reingerutscht ist", sagte Torschütze Lucas Höler nach dem 1:1 gegen den FC Augsburg im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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Nils Petersen

SC Freiburg

„Wir haben sicher nicht unser bestes Spiel gemacht, aber die Möglichkeiten waren da, um auch heute zu gewinnen. Auf der anderen Seite hatte Augsburg auch gefährliche Standardsituationen. Von daher bleiben wir demütig und wissen, dass es wieder ein weiterer Punkt Richtung 40-Punkte-Marke war", sagte Nils Petersen, der in der Schlussphase den Pfosten traf, nach dem Remis gegen Augsburg im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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Janik Haberer

SC Freiburg

„Wir sind sehr gut reingekommen ins Spiel und hatten viele gute Offensivaktionen. Nach der Verletzung von Mike Frantz haben wir ein bisschen gebraucht und hatten weniger Zugriff. In der zweiten Halbzeit und nach der Umstellung auf 4-4-2 konnten wir richtig Druck aufbauen und hatten einige Chancen, um auch zu gewinnen. Aber mit dem Punkt, denke ich, können wir auch leben", sagte Janik Haberer nach dem 1:1 gegen den FC Augsburg im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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20.09.-23.09.2019

5. Spieltag

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BegegnungTagZeitErgebnis
FC Schalke 04 – Mainz 05Fr, 20.09.1920:3020:302:1 (1:0)
SC Freiburg – FC AugsburgSa, 21.09.1915:3015:301:1 (1:1)
Hertha BSC – SC Paderborn 07Sa, 21.09.1915:3015:302:1 (1:0)
FC Bayern – 1. FC KölnSa, 21.09.1915:3015:304:0 (1:0)
Bayer Leverkusen – Union BerlinSa, 21.09.1915:3015:302:0 (2:0)
SV Werder – RB LeipzigSa, 21.09.1918:3018:300:3 (0:2)
Borussia Mönchengladbach – Fortuna DüsseldorfSo, 22.09.1915:3015:302:1 (0:1)
Eintracht Frankfurt – Borussia DortmundSo, 22.09.1918:0018:002:2 (1:1)
VfL Wolfsburg – TSG HoffenheimMo, 23.09.1920:3020:301:1 (1:1)
Position Pl. Team Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. RB Leipzig 5 10 4 1 0 13:3 13
2. FC Bayern 5 12 3 2 0 16:4 11
3. Borussia Dortmund 5 8 3 1 1 15:7 10
4. SC Freiburg 5 7 3 1 1 11:4 10
5. FC Schalke 04 5 5 3 1 1 10:5 10
6. Borussia Mönchengladbach 5 2 3 1 1 7:5 10
7. Bayer Leverkusen 5 1 3 1 1 8:7 10
8. VfL Wolfsburg 5 4 2 3 0 8:4 9
9. Eintracht Frankfurt 5 0 2 1 2 7:7 7
10. SV Werder 5 -4 2 0 3 8:12 6
11. TSG Hoffenheim 5 -3 1 2 2 4:7 5
12. FC Augsburg 5 -4 1 2 2 7:11 5
13. Fortuna Düsseldorf 5 -2 1 1 3 7:9 4
14. Union Berlin 5 -5 1 1 3 5:10 4
15. Hertha BSC 5 -6 1 1 3 5:11 4
16. 1. FC Köln 5 -7 1 0 4 4:11 3
17. Mainz 05 5 -10 1 0 4 5:15 3
18. SC Paderborn 07 5 -8 0 1 4 6:14 1